SZ 23.07.2026
13:05 Uhr

(+) Hendrik Streeck: Mal muss man laut sein, mal muss man still sein


In der Pandemie wurde der Virologe bundesweit bekannt, nun ist er Drogenbeauftragter der Regierung. Er wehrt sich öffentlich gegen die Tabaklobby, zu seiner Leihmutterschaft teilt er nur das Nötigste mit.

(+) Hendrik Streeck: Mal muss man laut sein, mal muss man still sein
Hendrik Streeck (CDU), seit 2025 Abgeordneter des Wahlkreises Bonn und Drogenbeauftragter der Bundesregierung. Thomas Banneyer/dpa

Hendrik Streeck hat schon einiges einstecken müssen. Vor allem in der Corona-Zeit musste der Virologe zum Teil maßlose Kritik an seiner Haltung zu den Schutzmaßnahmen über sich ergehen lassen. In den „sozialen Medien“ wurde „Sterben mit Streeck“ zu einem geflügelten Wort. Doch Streeck, damals noch Medizinprofessor am Universitätsklinikum Bonn mit dem Spezialgebiet HIV, bekam auch viel Zuspruch. Vor allem Menschen, die für mehr Freiheiten und weniger Maßnahmen waren, feierten ihn. Der damalige Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens, Armin Laschet (CDU), holte ihn in seinen Expertenrat, später blieb wegen Streecks Popularität auch Olaf Scholz und seiner Ampel-Regierung nichts anderes übrig.

Lang wurde die Bundestagsfraktion als Kanzlerwahlverein verspottet. Doch spätestens seitdem eine Welle des Aufruhrs Jens Spahn davongetragen hat, ist klar: Das war einmal. Hört Thorsten Frei den Mitgliedern besser zu?

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