SZ 02.03.2026
17:05 Uhr

(+) Haushaltsgeräte: Trumps Zölle belasten Miele


Der Hersteller von Waschmaschinen und anderen Elektrogeräten  kann die Abgaben nicht komplett auf US-Kunden abwälzen. Auch in Deutschland laufen die Geschäfte mau. Trotzdem wird investiert.

(+) Haushaltsgeräte: Trumps Zölle belasten Miele
Waschmaschinen-Montage bei Miele in Gütersloh: Der Konzern hat Stellen abgebaut. (Foto: Friso Gentsch/dpa)

Da war Reinhard Zinkann, 66, zu optimistisch. Er ist Geschäftsführer und Gründer-Urenkel des Haushaltsgeräteherstellers Miele. Vor einem Jahr sagte Zinkann, dass Miele in den USA, dem zweitwichtigsten Markt, nicht auf Gewinnmarge verzichten werde, nur weil Präsident Donald Trump Zölle einführt. Stattdessen werde das Familienunternehmen die Abgaben einfach auf die Preise draufschlagen. Doch diese Linie ließ sich nicht durchhalten, wie der Manager am Montag bei der Bilanzpräsentation einräumte. Miele konnte die Preise für amerikanische Kunden nicht so stark hochsetzen, sondern musste einen Teil der Abgaben selbst schultern: „Natürlich gehen die Zölle zulasten der Marge“, klagte Zinkann.

Das Familienunternehmen Miele verkauft nicht nur Hausgeräte, sondern ist auch in der Medizintechnik tätig. Eine Fusion macht dieses Geschäft noch wichtiger.

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