SZ 05.12.2025
14:39 Uhr

(+) Großglockner: Nach Tod der Partnerin: Bergsteiger wird angeklagt


Ein junges Paar will den Großglockner besteigen. Als die Frau zu erschöpft ist, lässt der Mann sie zurück, um Hilfe zu holen. Nun wirft ihm die Staatsanwaltschaft Innsbruck grob fahrlässige Tötung vor.

(+) Großglockner: Nach Tod der Partnerin: Bergsteiger wird angeklagt
Blick auf den Großglockner, morgens um fünf Uhr. Kurz vor Erreichen des Gipfels ging einer Frau offenbar die Kraft aus. Die Bergretter erreichten sie nicht mehr rechtzeitig. (Foto: Stephan Rumpf)

Der Blick auf den Großglockner in jener Nacht ist konserviert bis zum heutigen Tag. Im Hintergrund funkeln Sterne, davor liegen düster die Konturen von Österreichs höchstem Berg, 3798 Meter kommt er dem Himmel nah. Etwas unterhalb des Gipfels, auch das zeigen die Webcam-Bilder vom 18. Januar 2025, ist ein Leuchten zu sehen. Es sind Lichtkegel zweier Bergsteiger, die sich von ihren Lampen den Weg weisen lassen. Die Bilder zeigen die Lichtkegel um 21 Uhr. Um 22 Uhr befinden sie sich noch immer an derselben Stelle. Die beiden stecken fest. Eine von ihnen, eine 33-jährige Frau, wird diese Nacht nicht überleben.

Ein junges Paar steigt auf den höchsten Berg Österreichs, gerät in die Dunkelheit und in einen Schneesturm. Die Frau erfriert, gegen den Mann wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Hat er seine Partnerin mit seinen Entscheidungen in Lebensgefahr gebracht?

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