Der Bau ist mächtig, wer ihn zu Fuß umrunden möchte, sollte schon ein paar nasse Minuten einrechnen. Die ganze Woche schon verwässert der klischeehafte Londoner Regen das Stadtbild, aber selbst bei bestem Wetter würde das Gebäude kaum jemanden anziehen. Zumindest noch nicht. Das Anwesen im Zentrum, schick neben dem Tower of London gelegen, 22 000 Quadratmeter groß, steht leer, es fehlen etliche Fenster. An einer Mauer hängt ein Plakat mit dem Aufdruck „All the things we didn’t do“, es ist das Werk einer Künstlerin, das an diversen Orten der Stadt hängt. Man kann den Satz auf viele Arten auslegen, die Eigentümer des Gebäudes etwa so: All das, was uns vorgeworfen wird, haben wir doch gar nicht getan.
