Es ist ein wenig so wie immer. Am Anfang steht eine Drohung Donald Trumps, diesmal sind es die vollkommen absurden Grönland-Zölle gegen eine Handvoll EU-Länder. Darauf folgen auf europäischer Seite ein Moment der Fassungslosigkeit, hektische Telefonate und Krisensitzungen und sodann: Verweise auf das Völkerrecht und eine hypothetische Vergeltung. Die EU hat also jene Gegenzölle auf Waren im Wert von 93 Milliarden Euro pro Jahr aus der Schublade geholt, die sie im Sommer verräumt hatte. Und sie zeigt, einmal wieder, ihre schärfste Waffe vor: Ein Gesetz gegen wirtschaftlichen Zwang ermöglichte es ihr, auf die Trump’sche Erpressung mit Importverboten oder Einschränkungen für Digitalkonzerne zu reagieren.
