SZ 15.01.2026
13:56 Uhr

(+) Grönland: Für die Nato geht es bei diesem Streit um alles


Die Europäer wollen, indem sie Soldaten auf die Insel schicken, Donald Trump davon abhalten, sie womöglich gewaltsam zu annektieren. Was der US-Präsident übersieht: Die Allianz funktioniert eben nicht wie der Warschauer Pakt.

(+) Grönland: Für die Nato geht es bei diesem Streit um alles
Begehrlichkeiten aus Washington: Amerikanische Flagge am US-Konsulat in Nuuk, Grönland. (Foto: Evgeniy Maloletka/AP)

Wenn auf einer Tiefkühlpizza „Mit original italienischem Schinken“ steht, in Wahrheit aber nur billiges Klebefleisch aus sonstwo drauf ist, dann ist das zumindest eine Irreführung der Konsumenten. In der Sicherheitspolitik gibt es ähnliche Fälle – zum Beispiel das, was nun in Grönland passiert: Derzeit treffen dort kleine Kontingente europäischer Soldaten aus verschiedenen Ländern ein, darunter 13 Soldaten der deutschen Bundeswehr. Angeblich sollen sie erkunden, was Europäer und Amerikaner gemeinsam tun könnten, um die Sicherheit der arktischen Insel zu erhöhen, die zu Dänemark und damit zur Nato gehört. Das zumindest ist – bildlich gesprochen – das „Mit original italienischem Schinken“-Etikett, das der ganzen Sache angeheftet wird.

Die Bundeswehr startet einen Erkundungseinsatz mit zunächst 13 Soldaten, auch andere Länder schicken Einsatzkräfte. Das Signal an den US-Präsidenten soll deutlich sein – ohne ihn zu sehr zu reizen.

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