SZ 15.02.2026
13:28 Uhr

(+) Glosse: Das Streiflicht: Rubios „Water-Gate“ und das deutsche Bier


Marco Rubio hat in München nicht nur Beethoven, sondern auch das deutsche Bier zum transatlantischen Kulturträger erklärt. Aber es lohnt sich, genauer hinzuhören.

(+) Glosse: Das Streiflicht: Rubios „Water-Gate“ und das deutsche Bier

(SZ) Vor ziemlich genau dreizehn Jahren hielt Marco Rubio eine Rede, mit der er, seinerzeit republikanischer Senator aus Florida, auf die „State of the Union“-Ansprache des damaligen Präsidenten Barack Obama antwortete. Bei Rubio war nach zehn Minuten der State of the Mundhöhle derart besorgniserregend, dass er zu einer Flasche „Poland Spring Water“ griff, um der Trockenheit an seinem Gaumen entgegenzuwirken. Rubio trank das Wasser, ohne den Blick von seinem Publikum zu wenden, das gleichwohl mit Befremden auf die Nothilfe schaute, die Marco Rubio sich selbst leistete. Es gibt Analytiker des Geschehens, die vermuten, dass die Trinkperformance, Scherzbolde sprachen von „Water-Gate“, den Senator Rubio die Kandidatur um das Präsidentenamt gekostet habe. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Hätte Rubio damals kein polnisches Quellwasser getrunken, wäre er 2016 anstelle von Donald Trump Präsident geworden. Rubio hätte das Land vermutlich vergleichsweise gemäßigt regiert und die Amtsgeschäfte nach acht Jahren mit dem ihm eigenen melancholischen Lächeln an den kalifornischen Strahlemann Gavin Newsom abgegeben. Die Welt wäre jetzt eine andere, bessere. Vielleicht. Ach, eher nicht.

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