(SZ) Das Alte geht, das Neue kommt, das klingt frisch und begreiflich. Leute, die gerne Whisky trinken, bemöbeln den Satz vorzugsweise mit den Termini Tag und Johnny Walker, aber es kommt auch nüchtern betrachtet alles auf das Gleiche heraus: Die Zeit der einen ist vorbei, und die Welt freut sich auf die Angebote der anderen. Jedenfalls lautet so die Legende. Im Augenblick ist die Welt allerdings so beschaffen, dass man dem Alten mehr vertraut als dem Neuen, denn das Neue stellt sich ja gewissermaßen als das Alte mit modernen, teilweise beunruhigenden Gerätschaften ausgerüstet dar. Sicher, Donald Trump ist auch alt, aber er ist umgeben von vergleichsweise jungen Typen, die ihm einflüstern, er soll zwar die Truthähne Gobble und Waddle begnadigen, dafür aber alle Afghanen aus Amerika verjagen. Zudem ist Donald Trump als Staatsfigur eine komplette Neuerfindung, denn einen Mann, der unter normalen Umständen im Gefängnis statt in einer Regierungsvertretung sitzen müsste, hat es zumindest im Westen der Welt bislang nicht gegeben.
