SZ 30.11.2025
11:53 Uhr

(+) Glosse: Das Streiflicht: Gottschalk war wieder wunderlich


Thomas Gottschalk hält eine Unglücksrede, und will nicht mehr auf die Bühne. Das ist nicht gut, denn manche Alte sind der Zukunft zuträglicher als einige Junge.

(+) Glosse: Das Streiflicht: Gottschalk war wieder wunderlich
Am Ende werden wir uns bei der leicht konfusen Generation Gottschalk mehr zu Hause fühlen als bei der geradlinig auf den Abgrund weisenden „Generation Deutschland“. (Foto: Barbara Gindl/AFP)

(SZ) Das Alte geht, das Neue kommt, das klingt frisch und begreiflich. Leute, die gerne Whisky trinken, bemöbeln den Satz vorzugsweise mit den Termini Tag und Johnny Walker, aber es kommt auch nüchtern betrachtet alles auf das Gleiche heraus: Die Zeit der einen ist vorbei, und die Welt freut sich auf die Angebote der anderen. Jedenfalls lautet so die Legende. Im Augenblick ist die Welt allerdings so beschaffen, dass man dem Alten mehr vertraut als dem Neuen, denn das Neue stellt sich ja gewissermaßen als das Alte mit modernen, teilweise beunruhigenden Gerätschaften ausgerüstet dar. Sicher, Donald Trump ist auch alt, aber er ist umgeben von vergleichsweise jungen Typen, die ihm einflüstern, er soll zwar die Truthähne Gobble und Waddle begnadigen, dafür aber alle Afghanen aus Amerika verjagen. Zudem ist Donald Trump als Staatsfigur eine komplette Neuerfindung, denn einen Mann, der unter normalen Umständen im Gefängnis statt in einer Regierungsvertretung sitzen müsste, hat es zumindest im Westen der Welt bislang nicht gegeben.

So manch ein Politiker war stolz auf seinen roten Schal. Aber keiner beeindruckte die Welt damit mehr als der amerikanische Präsident.

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