SZ 16.02.2026
09:47 Uhr

(+) Gisèle Pelicot: „Man muss sich erlauben, glücklich zu sein“


Gisèle Pelicot wurde Opfer schwerster Verbrechen, heute ist sie eine feministische Ikone. Jetzt hat die 73-Jährige ihre Sicht der Dinge aufgeschrieben. Eine Begegnung in Paris.

(+) Gisèle Pelicot: „Man muss sich erlauben, glücklich zu sein“

Es sind die ersten Interviews ihres Lebens, und Giséle Pelicot wirkt, als hätte sie nie etwas anderes getan. Völlig entspannt empfängt die 73-Jährige in den Räumen ihrer Literaturagentur in Paris. Sie fragt, ob man lieber mit dem Rücken oder dem Gesicht zur Sonne sitzen wolle, die doch gerade so wunderschön durchs Fenster hineinfalle, und nimmt gegenüber Platz. Anlass für das Treffen ist ihr Buch, das am 17. Februar in 22 Ländern zeitgleich erscheint. Eine Riesensache. Durch den Prozess gegen ihren Ex-Mann und 50 weitere Männer, der 2024 in Avignon stattfand, wurde sie weltweit bekannt. Diese hatten sie über einen Zeitraum von zehn Jahren vergewaltigt, nachdem sie von ihrem Ex-Mann betäubt worden war.

Sie wurden wie Waren angeboten: In den Epstein Files lässt sich nachlesen, wie Männer über die Mädchen gesprochen haben, die sie missbrauchten. Was die Weltöffentlichkeit jetzt an den Akten fesselt, sind die Täter - das Schicksal der Opfer gerät dabei einmal mehr zur Nebensache.

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