SZ 19.12.2025
15:37 Uhr

(+) Giovanni Boccaccio: Ungenierter Sex und subversive Kritik


Sie glauben, der vor 650 Jahren gestorbene Giovanni Boccaccio hat nichts mit Ihnen zu tun? Weit gefehlt. Mit Dante und Petrarca erfand er die Literatur der Neuzeit – und rettete sogar die Liebe vor den Predigern.

(+) Giovanni Boccaccio: Ungenierter Sex und subversive Kritik
Giovanni Boccaccio (digital restaurierte Reproduktion einer Vorlage aus dem 19. Jahrhundert) (Foto: Imago/H.Tschanz-Hofmann)

Boccaccio kommt wieder einmal nach Deutschland. Er war schon öfter hier, bereits Lessing entnahm ihm die Ringparabel. Friedrich Schlegel folgte in der Wertschätzung. Boccaccio verschwand manchmal auch wieder; er hatte bei uns nicht immer nur Freunde. Er wurde zurückgestellt, verboten und „interpretiert“. Aus Dante konnte Hugo Friedrich 1942 mit Mühe unter dem Titel „Rechtsmetaphysik“ sogar etwas Völkisches herauslesen. Bei Boccaccio ging das nicht. In seinem „Decameron“ steckt zu viel Kritik und zu viel ungenierter Sex.

Über eine der klügsten Gesellschaftssatirikerinnen der Literaturgeschichte, deren messerscharfe Beobachtungen über Männer, Macht und Liebe auch heute noch relevant sind. Und wie.

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