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25.01.2026
15:18 Uhr
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Wellness-Rhetorik statt Politik: Die Lage ist düster, weshalb zum letzten Mittel gegriffen wird – zur Psychologie der „guten Laune“.

Im Optimismus liegt die Kraft: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) versucht, gute Stimmung zu verbreiten. (Foto: IMAGO/Noah Wedel)
Ein typischer Abend im deutschen Fernseh-Oberjammergau. Gleich kommen im ARD-Format „Wirtschaft vor acht“ die üblichen Dystopien. Jedenfalls, wenn es um die Zahlen zur maroden deutschen Volkswirtschaft geht. Oder um löchrige Sozialsysteme. Zu schweigen von der allgemeinen Stimmung. Danach kommt zielgruppenspezifische Werbung, die in apokalyptischen Clips andeutet, was man auf dem Terrain des öffentlich-rechtlichen Fernsehens außerdem zu erwarten hat vom restlichen Leben: Hämorrhoiden, Inkontinenz und Reizdarm.
Früher mal veröffentlichte die Politik ihre Entscheidungen – heute beherrscht Donald Trump mit seinen Posts die Politik. Über die große Macht, die erwächst durch Überflutung unserer Aufmerksamkeit mit Themen, Drohungen und Beschimpfungen.
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