SZ 16.12.2025
16:37 Uhr

(+) Friedensverhandlungen: Wolodimir Selenskij steht vor drei großen Rätseln


Der ukrainische Präsident weiß weder, ob die USA tun werden, was sie tun könnten, noch ob die Europäer tun können, was sie gern tun würden. Und dann ist da ja noch der Kriegsherr Putin.

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Am Montagabend wirkte Wolodimir Selenskij erschöpft. Zwar wurde er umweht von Optimismus; Kanzler Friedrich Merz sah die Chance auf einen „echten Friedensprozess“, US-Präsident Donald Trump die auf ein Kriegsende noch nie in solcher Nähe. Aber für den Präsidenten der Ukraine und dessen Land sind diese Hoffnungen vage, wenn nicht sogar tückisch, und Selenskij muss sich fragen, ob der „echte Friedensprozess“ auch ein Prozess ist, der zu echtem Frieden führt – einem Frieden also, der dem ukrainischen Volk ein dauerhaftes Leben in Sicherheit ermöglicht.

Mit den vielen Milliarden der russischen Zentralbank, die in Belgien festliegen, ließe sich ein Kredit an die Ukraine finanzieren. Diese Woche wird zeigen, ob die EU den historischen Schritt wagt – oder daran scheitert.

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