Der Stilbruch ist gewollt, vielleicht ist er sogar notwendig in diesen undiplomatischen Zeiten. Frankreichs Außenministerium, auch als „Quai d’Orsay“ bekannt, weil das stolze und immer etwas vornehm steife Amt an der Hausnummer 37 des gleichnamigen Ufers der Seine in Paris steht, revolutioniert seine Kommunikation. So muss man das sagen: revolutioniert. „Wir erheben die Stimme, wir drehen die Lautstärke hoch“, sagt Außenminister Jean-Noël Barrot, der die Idee dafür hatte. Um nicht unterzugehen in der Sturzflut von Donald Trumps Halbwahrheiten und Ganzlügen, von der Desinformation aus dem Kreml und dessen Trollen und Bots. Das ist schier unmöglich, aber einen Versuch ist es wert.
