SZ 30.11.2025
12:43 Uhr

(+) Finale der MLS: Und jetzt Müller gegen Messi – zum womöglich allerletzten Mal


Der Weltmeister aus Deutschland und der Weltmeister aus Argentinien treffen tatsächlich im Finale der Major League Soccer aufeinander. Und Lionel Messi weiß: Es ging selten gut für ihn aus, wenn Thomas Müller auf der anderen Seite stand.

(+) Finale der MLS: Und jetzt Müller gegen Messi – zum womöglich allerletzten Mal

Der beste Fußballer der Geschichte? „Ich entscheide mich für Cristiano. Gegen Messi habe ich eine gute Statistik, gegen Ronaldo ist die nicht so gut“, hat der Fußballer Thomas Müller vor Jahren mal auf diese Frage geantwortet. Und tatsächlich: Die allermeisten Duelle konnte der Deutsche Müller gegen den Argentinier Messi für sich entscheiden. In sieben von acht Pflichtspielen mit dem FC Bayern und der Nationalelf, in denen er auf Lionel Messi traf, ging Müller als Sieger vom Platz.

Und nun kommt es tatsächlich zu einem weiteren: zum womöglich letzten Wiedersehen zwischen Müller und Messi, im Finale der nordamerikanischen Fußballliga MLS. Der ehemalige FC-Bayern-Profi setzte sich am Samstagabend im Playoff-Halbfinale mit seinen Vancouver Whitecaps 3:1 gegen den San Diego FC durch. Zuvor hatte Inter Miami sein Halbfinale im heimischen Stadion gegen New York City deutlich mit 5:1 gewonnen.

Die Whitecaps besiegen nach einem dramatischen Spielverlauf mit am Ende nur noch neun Spielern Los Angeles FC im Elfmeterschießen und stehen erstmals im Halbfinale der MLS. Müller spricht von der „brutalen Schönheit des Spiels.“

Messi gegen Müller, das ist jetzt also die Geschichte dieses Finales, das am kommenden Samstag um 20.30 Uhr deutscher Zeit in Miami startet. Wobei: „Es geht nicht um Messi gegen Thomas Müller, sondern um Miami gegen die Whitecaps“, betonte Müller nach dem Finaleinzug in San Diego. Allerdings weiß natürlich auch Müller, dass sich solche Duelle am besten über die teilnehmende Prominenz vermarkten lassen: Er selbst genieße es ja, Messi zuzuschauen: „Ich habe auf dieses Finale gehofft.“

Dass seine Bilanz gegen Müller-Mannschaften alles andere als gut ist, dürfte allerdings auch Lionel Messi präsent sein. In Spielen gegen Müller gelangen ihm zwei Tore und ein Assist, Müller traf sechsmal und steuerte zwei weitere Assists bei, wenn es gegen Messi ging.

Auf dem Weg zu seinen zwei Champions-League-Siegen (2013, 2020) setzte sich Müller in der K.-o.-Runde jeweils gegen Messi und dessen katalanische Teamkollegen vom FC Barcelona durch. Messi wiederum gewann den Henkelpott 2015, nachdem Barcelona die Bayern aus dem Wettbewerb geworfen hatte.

Das wichtigste Spiel zwischen Müller und Messi fand jedoch ein Jahr zuvor statt: Im WM‑Finale 2014 krönte sich die deutsche Mannschaft gegen Argentinien zum Weltmeister. Während Müller den Pokal in den Nachthimmel von Rio de Janeiro stemmte, blieb Messi nur die Auszeichnung zum besten Spieler des Turniers; als wohl traurigster Spieler, der diese Anerkennung je erhielt. Erst 2022, nach einem Rücktritt vom Rücktritt aus Argentiniens Nationalmannschaft, konnte auch Messi noch den WM-Pokal gewinnen. Für Müller übrigens Anlass, noch mal seine Meinung zu ändern, wer der größte Fußballer der Geschichte sei.

Für Müller kommt es am Samstag nicht nur zum Wiedersehen mit dem achtmaligen Weltfußballer, sondern auch mit Jordi Alba, Sergio Busquets und Luis Suárez. Trainiert wird Miami zudem von Javier Mascherano, der mit Messi sowohl in der Nationalmannschaft als auch beim FC Barcelona die wichtigsten Titel feierte. Als in der Ligaphase bestplatziertes der in den Playoffs verbliebenen Teams hat Inter Miami Heimrecht. Für beide Mannschaften ist es die erste Finalteilnahme in der Major League Soccer. Für Messi und Müller ist es ein Rendezvous der besonderen Art, womöglich zum allerletzten Mal.

Die Fußballlegende spielt jetzt Soccer: Thomas Müller muss sich in der MLS daran gewöhnen, dass er Räume deutet, die seine Mitspieler gar nicht sehen. Beim Debüt für Vancouver gelingt ihm immerhin ein Abseitstor.

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