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26.02.2026
12:12 Uhr
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Die Berlinale erlebt die schlimmste Krise ihrer Geschichte. Nahost-Debatten, Aktionismus und auch die deutsche Kulturpolitik beschädigen das Festival massiv. Die Zukunft von Intendantin Tricia Tuttle ist völlig unklar. Rekonstruktion eines Totalschadens.

Egal wer das Festival künftig führt, es ist vorerst stark beschädigt: der Berlinale-Palast am Potsdamer Platz. (Foto: Britta Pedersen/dpa)
Für die Zukunft der Berlinale, die aktuell so düster aussieht wie noch nie, haben sich die Verantwortlichen am Donnerstag nun die bis dato dümmstmögliche Lösung ausgedacht: eine Hängepartie. Um kurz nach zehn Uhr am Donnerstagvormittag wurde im Auftrag von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer ein Pressestatement verschickt. Es lautet: „Heute Morgen fand eine Aufsichtsratssitzung der KBB GmbH im Kanzleramt statt. Thema war die Berlinale. Die Gespräche über die Ausrichtung der Berlinale werden in den kommenden Tagen zwischen der Intendantin, Tricia Tuttle, und dem Aufsichtsratsgremium fortgesetzt.“
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer beruft nach turbulenten Wochen eine außerordentliche Sitzung zur Zukunft des Festivals ein. Grund soll unter anderem ein Foto der Leiterin mit palästinensischen Filmemachern sein.
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