SZ 05.08.2026
08:58 Uhr

(+) Film: Wenn der Eismann böse ist


Zu krank, zu brutal, diese Vorwürfe hat der Regisseur Eli Roth schon immer kassiert für seine Horrorfilme. Jetzt lässt er den „Ice Cream Man“ auf brave Kleinstadtkinder los.

(+) Film: Wenn der Eismann böse ist
Ein sanftes Gebimmel signalisiert seine Ankunft, wie einst die Pfeife des legendären Rattenfängers von Hameln: Ari Millen in „Ice Cream Man“. Alamy /TCD/Mauritius

Eiscreme-Männer haben eine blendend weiße Arbeitskluft – Schürze und Mütze – und, berufsbedingt, eine schwarze Seele. Sie sind umgeben von einer glücklich jubelnden, gierigen Kinderschar, aber die Produkte, mit denen sie locken, sind süß und klebrig und absolut ungesund. Das Kino liebt derart zwielichtige Figuren, und es liebt es, den schönen glatten Schein der Oberfläche zu zerfetzen. Der Regisseur Eli Roth ist genau der Mann dafür, auch in diesem Film, der geschmack- und hemmungslos, blutig und brutal ist. Man spürt in jeder Einstellung die Furcht des Regisseurs, nicht weit genug gegangen zu sein.

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