SZ 30.11.2025
20:12 Uhr

(+) Fernsehen: Thomas Gottschalk macht Krebserkrankung öffentlich


Der frühere Moderator von „Wetten, dass..?“ ist schwer erkrankt. Seit Juli habe er sich mehreren Operationen unterziehen müssen und nehme starke Schmerzmittel, sagen Gottschalk und seine Ehefrau in einem Interview.

(+) Fernsehen: Thomas Gottschalk macht Krebserkrankung öffentlich
Thomas Gottschalk mit Ehefrau Karina bei der Bambi-Preisverleihung. (Foto: Johannes Simon/Johannes Simon)

Moderator Thomas Gottschalk hat eine Krebserkrankung öffentlich gemacht. „Ich glaube, es wird Zeit, dass wir die Karten auf den Tisch legen. Ich habe Krebs“, sagte er in einem Bild-Interview, das er gemeinsam mit seiner Ehefrau Karina gab.

„Thomas hatte vor knapp vier Monaten eine schwere, komplizierte Krebsoperation“, sagte seine Ehefrau. „Die Diagnose war heftig. Epitheloides Angiosarkom. Ein seltener, bösartiger Tumor, der von den Zellen der Blutgefäße ausgeht. Thomas wurde sofort operiert.“ Ihr Mann sei dann noch ein zweites Mal operiert worden und nehme bis heute starke Medikamente.

„Erst bei der Bambi-Verleihung realisierten wir, welche Nebenwirkung diese Medikamente haben“, sagte Gottschalks Ehefrau. Er selbst sagte der Bild weiter: „Ich war nicht darauf vorbereitet, dass mir jemals so etwas passieren könnte. Mit diesen Tabletten fühle ich mich, als würde ich mit meinem Kopf in einer Waschmaschine stecken. Ich kannte mich so selbst nicht. Inzwischen weiß ich, das sind die Schmerzmittel.“

Am Freitagabend hatte Gottschalk erneut bei einem Fernsehauftritt für Verwunderung gesorgt. Zwei Wochen nach seiner viel kritisierten Bambi-Moderation wurde er diesmal selbst ausgezeichnet, und zwar mit dem österreichischen TV-Preis Diamant-Romy. Bei der Preisverleihung in Kitzbühel wirkte er verwirrt, seine Stimme zitterte teilweise. Den Entertainer irritierte offensichtlich unter anderem die ihm zur Verfügung stehende Zeit. Schon bei der Bambi-Gala hatte er teils desorientiert gewirkt und sich verhaspelt.

Warum hatte der kranke Entertainer die Romy-Verleihung nicht abgesagt? „Dann wäre noch mehr Häme über mich hereingebrochen. Außerdem bin ich alte Schule und erfülle meine Verpflichtungen“, sagte Gottschalk zu Bild. Er habe überlegt, die Medikamente vor dem Auftritt wegzulassen, aber das hätten ihm seine Ärzte verboten. „Bei der Romy habe ich gemerkt, es hat keinen Sinn. Ich kann nicht mehr auftreten. Ich muss gesund werden“, sagte der 75-Jährige.

Der öffentliche Raum war für ihn eine Blumenwiese, dann sah er nur noch Landminen: zum 75. Geburtstag von Thomas Gottschalk, des größten Ich-Erzählers des deutschen Unterhaltungswesens.

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