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12.02.2026
12:53 Uhr
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Beim 2:0 des FC Bayern im Pokal gegen Leipzig steht der Außenverteidiger im Zentrum: Weil er entscheidend gefoult wird – und ein Foul von ihm nicht geahndet wird. Ein Zufall ist seine Hauptrolle nicht.

So rollt nur jemand über den Rasen, der böse erwischt wurde: Josip Stanisic fordert einen Foulelfmeter, und auch Luis Díaz ist erzürnt. (Foto: Alexandra Beier/AFP)
Der Spieler des Spiels schleppte diesmal keine Trophäe aus der Arena. An seiner Hand baumelte keine Plastiktüte mit der Füllung eines Hattrick-Balls, niemand hatte ihm eine Torjägerkanone überreicht. Nicht mal das kleine Türmchen aus Plexiglas nahm der Spieler des Spiels mittwochnachts mit in den Bus, das der DFB dem sogenannten „Man of the Match“ nach Pokalspielen überreicht. Der wahre Spieler des Spiels hatte in diesem Viertelfinale weder ein Tor geschossen, noch hatte er besonders aufregend Fußball gespielt. Also trug der Rechtsverteidiger Josip Stanisic nur einen Rucksack auf den Schultern, als er sich kurz vor der Geisterstunde an eine Fußballpartie erinnerte, in der er an den zwei spielentscheidenden Szenen als Hauptdarsteller beteiligt gewesen war.
Nach dem 2:0 gegen RB Leipzig stehen die Bayern zum ersten Mal seit der Triple-Saison 2019/2020 wieder im Halbfinale des DFB-Pokals. Dazu braucht es allerdings einen Torhüter, der zur tragischen Figur wird.
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