SZ 18.02.2026
15:27 Uhr

(+) Europa: Merz zweifelt offen an deutsch-französischem Kampfjet


Der Kanzler stellt erstmals das gemeinsame europäische Rüstungsprojekt FCAS öffentlich infrage. Doch ein Umschwenken auf eine Zwei-Jet-Strategie könnte für Deutschland Milliarden Mehrkosten bedeuten.

(+) Europa: Merz zweifelt offen an deutsch-französischem Kampfjet
So könnte der neue Kampfjet aussehen. (Foto: Benoit Tessier/POOL Reuters/AP/)

Will Berlin nun kein gemeinsames Flugzeug mehr bauen? Gibt die deutsche Regierung das Programm für das zukünftige Kampfflugzeugsystem FCAS (Future Combat Air System) auf? In französischen Medien wurde am Mittwoch diese Frage aufgeregt erörtert – Minuten, nachdem Meldungen über Aussagen von Bundeskanzler Friedrich Merz publik wurden, in denen er den Bau eines gemeinsamen Kampfjets grundsätzlich infrage stellte.  „Die Franzosen brauchen in der nächsten Generation von Kampfflugzeugen ein Flugzeug, das Atomwaffen tragen und von einem Flugzeugträger aus operieren kann. Das ist nicht das, was wir derzeit in der deutschen Armee brauchen“, sagte Merz im deutschen Podcast „Machtwechsel“. „Wir haben ein echtes Problem im Anforderungsprofil. Wenn wir das nicht lösen können, können wir das Projekt nicht aufrechterhalten.“ Verteidigungsminister Boris Pistorius sagte zu Journalisten am Mittwoch, er teile die Skepsis von Merz bezüglich eines gemeinsamen Kampfjets. Hier bestehe ein Problem, das nicht so einfach zu lösen sei.

Die Verhandlungen über einen Nachfolger für den „Eurofighter“ und die „Rafale“ sind kompliziert. Doch langsam kommt Bewegung in das Thema durch einen Vorschlag aus Deutschland. Die Zeit drängt.

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