Es gibt Athleten, die vor jedem Wettkampf die Schneetemperatur, Windrichtung, Sonneneinstrahlungswinkel und den Flug der Wolken studieren. Und es gibt Athletinnen wie Emma Aicher, 22 Jahre alt und schwer aus der Fassung zu bringen durch Banalitäten wie die Celsiusskala. Ob sie am Sonntag bei der Olympia-Abfahrt auf eine härtere Piste und kühlere Witterung hoffe, wurde sie beim Training in Cortina vor ein paar Tagen gefragt: „Ich schau’ nicht oft aufs Wetter“, sagte sie, „man muss so fahren, wie es an dem Tag halt ist. Darüber mache ich mir keine Gedanken.“
