SZ 29.12.2025
14:18 Uhr

(+) Eisbachwelle: München, du glückliche Stadt


Eine nicht mehr existierende Surfwelle rangiert weit oben in der Empörungshierarchie und könnte sogar Wahlen entscheiden? Dieser Ort ist zu beneiden. Etwa von Berlin aus.

(+) Eisbachwelle: München, du glückliche Stadt
Große Begeisterung der Münchner Schaulustigen, als die Welle an Weihnachten kurzzeitig wieder funktionierte – bevor die Behörden sie wieder stilllegten. (Foto: Catherina Hess)

Eine Welle ist, so heißt es im Lexikon der Physik, „eine sich räumlich ausbreitende Erregung, die Energie transportiert“. Mit Blick auf die Welle, die seit geraumer Zeit München in eine Aufregung versetzt, die der Rest des Landes der Stadt vermutlich gar nicht zugetraut hätte, darf man konstatieren: Oh ja, so ist es. An sich räumlich ausbreitender Erregung nämlich ist kein Mangel, seit der Münchner Eisbach nur noch ein Bach, aber kein Surfspot mehr ist. Strenggenommen geht es bei dem Disput ja sogar um eine Ex-Welle; die Energie aber, die selbige trotzdem noch transportiert, ist ungebrochen.

Seit einer Flussreinigung ist die weltbekannte Münchner Surfwelle verschwunden. Ein wissenschaftlicher Versuchsaufbau sollte helfen, sie zurückzubringen. Die behördlichen Vorgaben ließen die Sportler aber verzweifeln. Deshalb suchten sie nun die Eskalation.

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