SZ 03.12.2025
13:23 Uhr

(+) Dokumentation: Robert, der Film


Graues Wasser mit dunkelgrauem Himmel, traurige Bahnhöfe, von denen aus es ins traurige Berlin geht: Erbaulich ist der Film „Jetzt. Wohin.“ über Robert Habecks Wahlkampf nicht gerade. Beantwortet er wenigstens die wichtigste Frage?

(+) Dokumentation: Robert, der Film

Am Abend des 23. Februar 2025, am Wahlabend also, kurz vor der Bekanntgabe der ersten Ergebnisse, legte Robert Habeck, ein paar Sekunden nur, seinen Arm um die Schulter von Annalena Baerbock, die sich das offenbar gern gefallen ließ: Sie lächelte. Das war nicht nur ein Moment der Zartheit und der Wärme an jenem Abend, dessen Fortgang für die Grünen zum Verzweifeln war. Es ist auch die beste Szene in dem ganzen Film „Jetzt. Wohin.“, der die Geschichte von Robert Habecks Wahlkampf erzählt. Es ist das einzige Bild, das etwas bis dahin Ungesehenes und Ungeahntes zu bieten hat. Und es ist der Augenblick, da der Film womöglich selbst erkennt, was ihm und seiner Geschichte sonst so fehlt: die unabweisbare, unwiderlegbare Emotion.

Jeden Abend im Schein des Netflix-Logos einzudösen, ist auch keine Lösung. Die Tragikomödie „Sentimental Value“ ist der perfekte Grund, mal wieder ins Kino zu gehen.

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