SZ 09.12.2025
15:03 Uhr

(+) Diplomatie: Warme Worte für die Ukraine sind nett – wichtiger wäre Geld


Wenn die Europäer das angegriffene Land in den Friedensgesprächen stärken wollen, müssen sie viele Milliarden Euro bereitstellen. Das würde das Kalkül des Kreml durchkreuzen.

(+) Diplomatie: Warme Worte für die Ukraine sind nett – wichtiger wäre Geld

Es ist schön, sich unter Freunden zu zeigen, noch dazu unter mächtigen. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hat dies am Montag in London getan: Er traf sich mit Keir Starmer, Emmanuel Macron und Friedrich Merz, den Anführern zweier Atommächte sowie der größten europäischen Volkswirtschaft. Die vier Männer wollten die überaus notwendige Botschaft nach Washington und Moskau senden, dass sich die Ukraine nicht einem amerikanisch-russischen Diktat beugen werde. Folglich wollte Selenskij am Dienstag eine überarbeitete Version des Ukraine-Plans von Donald Trump nach Washington schicken, die Umrisse eines Friedensabkommens also – ohne „anti-ukrainische Punkte“.

Bei einem Treffen mit Wolodimir Selenskij in London zeigen sich die Staats- und Regierungschefs Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands demonstrativ solidarisch mit Kiew.

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