SZ 19.12.2025
19:25 Uhr

(+) Digitalisierung: Wie Cybersicherheit im Wohnzimmer scheitert


Ein Rechner mit Windows 95, das smarte Türschloss hat Jahre kein Update gesehen und nur der Schwiegersohn kennt das Passwort: Der gefährlichste Ort für digitale Sicherheit ist nicht das Rechenzentrum, sondern der ganz normale deutsche Haushalt.

(+) Digitalisierung: Wie Cybersicherheit im Wohnzimmer scheitert

Im Hobbykeller steht ein grauer Kasten unter dem Tisch, darauf ein Monitor. Der graue Kasten ist ein alter Rechner, hängt im heimischen Wlan und darauf läuft Windows 95. Ein 30 Jahre altes Microsoft-Betriebssystem. „Damit schaue ich Youtube-Videos für meine Holzarbeiten“, sagt der Besitzer. Diese Geschichte erzählt der Ethnograf Dennis Eckhardt von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Der Wissenschaftler besucht Haushalte, und zwar nicht, um Retro-Rechner fürs Museum zu sammeln, sondern um zu verstehen, wie digitale Technik im Alltag wirklich genutzt wird und was das für Cybersecurity bedeutet. Sein Ziel: herauszufinden, wie digitale Sicherheit gelingen kann. Oder eben auch scheitern.

Passwörter sind nervig und unsicher: Ständig muss man sich ein neues und sicheres ausdenken – und dann werden sie doch wieder geklaut und die dazugehörenden Konten gehackt. Geht das nicht anders?

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