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07.01.2026
12:26 Uhr
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Weltpolitik als Spekulationsobjekt: Bei „Prediction Markets“ kann man auf alles wetten – und erstaunlich gut informierte User kassierten beim Sturz Maduros kräftig ab. Doch die Plattformen sind nicht nur wegen Insiderwetten eine Gefahr für die Demokratie.

Wer außer den Herren in Trumps „War Room“ wusste über die Kommandoaktion in Venezuela Bescheid? Bei der Plattform Polymarket jedenfalls wurde auffällig auf ein baldiges Ende von Nicolás Maduros Herrschaft gewetttet. (Foto: Molly Riley/The White House/AP/d)
Wer hätte das auch ahnen können? Als die USA Ende der vergangenen Woche innerhalb von 24 Stunden Venezuela mit Luftschlägen angegriffen haben und kurze Zeit später Machthaber Nicolás Maduro in einer Kommandoaktion festsetzten und per Express vor ein New Yorker Gericht verschickten, ging das selbst für hartgesottene Beobachter der Weltpolitik zu schnell. Nicht jedoch für einen anonymen Nutzer der Plattform Polymarket. Der setzte in den Tagen vor der Aktion bereits zahlreiche Wetten darauf, dass das Maduro-Regime noch vor Ende Januar fallen werde. Die letzte am vergangenen Freitag, nur eine knappe Stunde bevor US-Präsident Trump den Einsatzbefehl gab.
Satiriker wie Jimmy Kimmel und Stephen Colbert erleben ihre fruchtbarste und furchtbarste Zeit: Der US-Präsident liefert unzählige Vorlagen – schlägt aber auch vor, einen von ihnen „einzuschläfern“. Betrachtet Trump die TV-Stars als seine größten Konkurrenten?
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