SZ 18.02.2026
16:40 Uhr

(+) Deutsches Eishockeyteam ausgeschieden: Am Ende schimmert nur Katzengold


Ein Lapsus nach dem anderen: Das deutsche Eishockeyteam verliert 2:6 gegen die Slowakei – und verpasst durch das Olympia-Aus eine historische Chance, die so schnell wohl nicht wiederkommen wird.

(+) Deutsches Eishockeyteam ausgeschieden: Am Ende schimmert nur Katzengold
Leon Draisaitl und das deutsche Eishockeynationalteam lagen gegen die Slowakei schon früh aussichtlos zurück. (Foto: Peter Kneffel/dpa)

Manchmal, wenn der Wind ungünstig weht oder bei Vollmond, verspürt Moritz Seider wahrscheinlich immer noch so ein Ziehen im Genick. Nichts Spezifisches, eher ein diffuses Brummen unterm Schädeldach. Es ist jetzt fast sieben Jahre her, Seider war ein aufstrebender Eishockey-Verteidiger, gerade 18 Jahre alt. Bei seiner ersten Weltmeisterschaft in der Slowakei hatte er viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen, mit Übersicht, Zweikampfhärte und zwei blitzsauberen Toren. Dann kam das Spiel gegen Gastgeber Slowakei – und Seider erlebte, was es heißt, wenn der Gegner ein Zeichen setzen will. Ladislav Nagy, ein ehemaliger NHL-Stürmer mit reichlich Strafbankerfahrung, rammte den Teenager mit dem Kopf voraus in die Bande. Für Seider war das Spiel beendet, Verdacht auf Gehirnerschütterung. Deutschland gewann trotzdem noch 3:2 durch ein Tor von Leon Draisaitl 27 Sekunden vor Schluss. Mit dem Sieg qualifizierte sich das DEB-Team vorzeitig für die Olympischen Spiele 2022.

1976 traute dem deutschen Eishockeyteam niemand etwas zu – außer „schlechte Leistungen und mieses Benehmen“. Doch dann geschah das „Wunder von Innsbruck“.

Lesen Sie mehr zum Thema

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: