SZ 04.03.2026
17:25 Uhr

(+) Deutscher Buchhandlungspreis: Was Weimer getan hat, ist nicht illegal. Aber es ist schädlich


Der Kulturstaatsminister schließt drei politisch links stehende Literaturläden von dem Wettbewerb aus. Wie übergriffig.

(+) Deutscher Buchhandlungspreis: Was Weimer getan hat, ist nicht illegal. Aber es ist schädlich
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer lässt jetzt Buchhandlungen durch den Verfassungsschutz überprüfen. Christoph Soeder/dpa

So viel geschnüffelt wurde schon lange nicht mehr. Der Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos, aber Autor der programmatischen Schrift „Das konservative Manifest“) lässt jetzt Buchhandlungen durch den Verfassungsschutz überprüfen. Konkret geht es um drei politisch links stehende Buchhandlungen: die Schwankende Weltkugel in Berlin, The Golden Shop in Bremen und Rote Straße in Göttingen. Alle drei Geschäfte haben in der Vergangenheit schon Auszeichnungen von Kulturstaatsministern erhalten, stets auf Entscheidung einer Jury aus Branchenvertretern. Aber jetzt hat Weimer sie vom Wettbewerb um den Deutschen Buchhandlungspreis ausschließen lassen. Wegen „verfassungsschutzrelevanter Erkenntnisse“, wie er ausrichten lässt. Mit anderen Worten: Diese Buchhändler seien politisch suspekt.

Lesen Sie mehr zum Thema

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: