SZ 16.06.2026
16:03 Uhr

(+) Deutsch-französische Rüstungsprojekte: Ein Kampfpanzer soll Befriedung bringen


KNDS präsentiert auf der Rüstungsmesse einen Panzer, der ein Angebot an die Franzosen ist, das Rüstungsprojekt mit Berlin fortzuführen. Kann das funktionieren?

(+) Deutsch-französische Rüstungsprojekte: Ein Kampfpanzer soll Befriedung bringen

So sieht deutsch-französische Kooperation aus: Auf dem Stand von KNDS stehen sie direkt nebeneinander, die neuesten Modelle des Leopard 2 A-RC3.0 und Leclerc XLR. Und daneben der Kampfpanzer Capint, der das Beste aus beiden Produktionswelten vereinen soll. Dieser Kampfpanzer hat das Zeug zum Symbol. Denn KNDS vereint seit 2015 den französische Hersteller Nexter und das deutsche Unternehmen Krauss-Maffei Wegmann unter einem Dach, aber einen gemeinsamen Panzer haben sie noch nie produziert. Der mit sichtlichem Stolz auf der Rüstungsmesse Eurosatory präsentierte Kampfpanzer Capint ist also eine Premiere, aus Sicht von KNDS eine gelungene Mischung:  Das Fahrgestell stammt von KNDS Deutschland und ist eine Weiterentwicklung des Leopard 2 A8. Der unbemannte Gefechtsturm ist mit einer 120-Millimeter-Kanone ausgestattet und kommt von KNDS Frankreich.

Helsing-Chef Scherf fordert nach dem Aus des deutsch-französischen Kampfjetprojekts einen radikalen Kurswechsel in der europäischen Verteidigungspolitik. Er erklärt, warum milliardenschwere Prestigeprojekte wie FCAS aus seiner Sicht nicht mehr in die Zeit passen.

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