Immer wieder tauchte der Mann in der Coaching-Zone auf, keiner hatte ihn kommen sehen, plötzlich war er da. Anfangs wurde er noch ein paarmal neben Vincent Kompany gesichtet, später füllte er diesen Raum zunehmend allein. Das geschah zu einer Zeit, als die Münchner im Champions-League-Spiel beim FC Arsenal bereits zurücklagen, aber ans Äußerste wollte trotzdem niemand glauben. Nein, man würde hier keinen Trainerwechsel im laufenden Spielbetrieb erleben, nur wegen eines Rückstands würde Kompany die Kabine nicht verloren haben (der traditionelle Trennungsgrund beim FC Bayern, Anm. d. Red.). Es war eher andersherum: Der Mann am Spielfeldrand, Aaron Danks, hatte die Kabine überzeugt, schon länger und in den Tagen zuvor noch einmal ganz besonders. Danks, 42, Kabinenname Danksy, ist in Kompanys Trainerteam unter anderem für die Standardsituationen verantwortlich, für die eigenen und die der anderen Mannschaft. In dieser Hinsicht hatte er, wie später zu erfahren war, einen hervorragenden Job gemacht, die Bayern-Spieler kannten jede Spiel- und Stilart der Londoner Ecken- und Freistoßkunst schon vor der Partie. Bloß: Es half nichts. Was Danks mitunter zur Verzweiflung und an den Spielfeldrand trieb, wo er gestikulierte, gestikulierte und gestikulierte und doch nichts ändern konnte.
