SZ 03.02.2026
15:59 Uhr

(+) Debatte: Ein riesiger Haufen Trash


Alle wollten, dass die Epstein-Akten ins Netz gestellt werden. Jetzt wird die Welt damit geflutet – und die Dokumentation des Bösen versinkt in Fakes und Belanglosigkeiten. Warum Transparenz die Menschheit nicht zwingend weiterbringt.

(+) Debatte: Ein riesiger Haufen Trash
Ein deutlich jüngerer Donald Trump inmitten einer Gruppe Frauen. (Foto: Handout/AFP)

Seit einer Woche können Millionen Menschen auf diesem Erdball – jeder, der online ist und in eine Suchmaske tippen kann – auf die Epstein-Files zugreifen. Sechs Millionen Seiten, Dokumente, Bilder, Videos, sollen sie enthalten, zusammengesetzt aus zwei Quellenschichten: erstens aus den Kommunikationen und Dokumentationen des schwerreichen Sexualstraftäters Epstein und seiner Helferin Ghislaine Maxwell und zweitens den Unterlagen der gegen die beiden geführten Ermittlungen des FBI. Bisher gibt es keine datenjournalistische Auswertung des gigantischen Misthaufens, auch nicht von einem der Recherchenetzwerke, aber es gibt die globale crowd, die hektisch umhersucht, und dann neben den unzähligen wirklich grauenvollen Fotos junger, missbrauchter Frauen, der Dokumentation des abgrundtief Bösen, dieses und jenes findet.

Die USA wurden auf Basis einer Art Bürgerreligion gegründet, die aus Nächstenliebe und Pragmatismus erwuchs. Nun, im 250. Jahr ihres Bestehens, wird sich entscheiden, ob dieses Licht neu aufflammt oder für immer erlischt.

Lesen Sie mehr zum Thema

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: