Irgendwie hängt ja alles miteinander zusammen. Der österreichischen Chiphersteller AMS erwarb vor mehr als fünf Jahren die Münchner Lichtfirma Osram (alter Werbespruch: „Hell wie der lichte Tag“) für mehr als vier Milliarden Euro - und übernahm sich damit heftig. Jetzt wiederum kauft Infineon AMS Osram eine profitable Chip-Sparte ab, damit die Österreicher von ihren erdrückend hohen Schulden herunterkommen. Das Interessante: Osram gehörte vor dem Verkauf mal sehr lange zu Siemens, Infineon ist einst aus der Halbleiter-Sparte ebendieses Konzerns entstanden. Und an den entscheidenden Stellen in Vorstand und Aufsichtsrat der beteiligten Firmen sitzen immer noch Manager, die einst bei Siemens angefangen haben. Man kennt sich also.
