SZ 04.02.2026
13:34 Uhr

(+) Chipindustrie: Ein Deal unter alten Bekannten


Infineon kauft dem österreichischen AMS-Osram-Konzern eine Sparte für mehr als eine halbe Milliarde Euro ab. Das AMS-Werk in der Steiermark bleibt aber – und muss sich mittelfristig neue Aufträge suchen.

(+) Chipindustrie: Ein Deal unter alten Bekannten
Produktion bei AMS Osram: Jetzt muss Tafelsilber verkauft werden. (Foto: Armin Weigel/ AMS Osram)

Irgendwie hängt ja alles miteinander zusammen. Der österreichischen Chiphersteller AMS erwarb vor mehr als fünf Jahren die Münchner Lichtfirma Osram (alter Werbespruch: „Hell wie der lichte Tag“)  für mehr als vier Milliarden Euro - und übernahm sich damit heftig. Jetzt wiederum kauft Infineon AMS Osram eine profitable Chip-Sparte ab, damit die Österreicher von ihren erdrückend hohen Schulden herunterkommen. Das Interessante: Osram gehörte vor dem Verkauf mal sehr lange zu Siemens, Infineon ist einst aus der Halbleiter-Sparte ebendieses Konzerns entstanden. Und an den entscheidenden Stellen in Vorstand und Aufsichtsrat der beteiligten Firmen sitzen immer noch Manager, die einst bei Siemens angefangen haben. Man kennt sich also.

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