Das Wuling-Gebirge in der zentralchinesischen Provinz Hubei ist ein Albtraum für Tunnelbauer. Brüchiges Gestein, versteckte Höhlen und Wasseradern, die plötzlich aufbrechen können, machen jeden Meter Fels unberechenbar. Jahrzehntelang entschieden Tunnelmeister mit Klopfproben und Bauchgefühl, wie gegraben wird. Beim Bau des neuen Yangcun-Tunnels setzt China nun nicht mehr auf Erfahrung, eine künstliche Intelligenz übernimmt die Bauleitung. Sie legt per Algorithmus fest, wo gebohrt, wo gesprengt und wo gegraben wird. Während in Europa noch darüber diskutiert wird, welche Folgen künstliche Intelligenz für einzelne Branchen haben könnte, nutzt China sie bereits für seine größten Infrastrukturprojekte.
