Der amerikanische Psychologe Daniel Kahneman macht darauf aufmerksam, dass sich unser Hirn um schwierige Aufgaben gerne herummogelt. In seinem Bestseller „Schnelles Denken, langsames Denken“ beschreibt er, wie die Arbeit des Nachdenkens in unserem Bewusstsein dadurch verkürzt wird, dass eigentlich vernünftige Fragen durch Gefühle ersetzt werden. Statt beispielsweise mühsam aufzulisten, welche Vor- und Nachteile ein bestimmtes Auto hat, entscheiden wir uns beim Kauf dafür, welches Modell uns am besten gefällt. Statt Parteiprogramme zu studieren, bewerten wir Wahlwerbespots oder fühlen mal nach, wie sympathisch uns ein Politiker ist. Ganze Branchen leben davon, die Regale eines Supermarkts so zu arrangieren, dass wir aufgrund von Empfindungen und Assoziationen zu einem Produkt greifen.
