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22.11.2025
17:51 Uhr
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In Belém vereinbarten die rund 200 Länder lediglich eine freiwillige Initiative, um die Klimaschutz-Anstrengungen der Staaten zu beschleunigen.

Die Klimakonferenz wurde auch in diesem Jahr von Protesten begleitet, wie hier am 21. November. (Foto: Joshua A. Bickel/AP)
Trotz mehr als 19-stündiger Verlängerung hat sich die Weltklimakonferenz in Brasilien nicht darauf einigen können, einen verbindlichen Plan für die Abkehr von Öl, Kohle und Gas zu erarbeiten. Die rund 200 Länder vereinbarten in Belém lediglich eine freiwillige Initiative, um die Klimaschutz-Anstrengungen der Staaten zu beschleunigen.
Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) äußerte sich „ein bisschen enttäuscht“ und sagte, die Ölstaaten hätten mit einer „Blockade“ ehrgeizigere Beschlüsse verhindert. Im zentralen Abschlussdokument ist nicht die Rede von fossilen Energieträgern, auch Öl, Kohle und Gas werden nicht explizit genannt – außer im Begriff „Treibhausgase“.
Einen Beschluss gab es zu den Klimahilfen für ärmere Länder. Beschlossen wurde, dass reiche Staaten ihre Klimahilfen an ärmere Länder zur Anpassung an die Folgen der Erderhitzung deutlich erhöhen. Konkret ist von einer Verdreifachung bis 2035 die Rede. Finanzexperte Jan Kowalzig von Oxfam kritisierte, dass „kein Basisjahr für die Verdreifachung und kein konkreter Betrag“ genannt wird. Der Betrag dürfte deutlich unter den von den Entwicklungsländern geforderten jährlich 120 Milliarden US-Dollar liegen.
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