Es ist eine Flucht nach vorn, aber sie soll aussehen wie ein lange und sorgfältig geplantes Manöver. Also sitzen Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) und seine beiden Stellvertreter Lydia Hüskens (FDP) und Armin Willingmann (SPD) am Dienstag in der Landespressekonferenz und sprechen über Stabilität, Kontinuität und das große Vertrauen in Deutschlands einziger Koalition aus CDU, SPD und FDP. In ihrer Mitte der Mann der Stunde: Sven Schulze, bislang Wirtschaftsminister und bald Haseloffs Nachfolger als Ministerpräsident. Ende Januar soll er im Landtag zum Ministerpräsidenten gewählt werden, am Montag einigten sich die Parteien in ihren Vorständen darauf – einstimmig bei CDU und SPD, mit leisem Grummeln und ein paar Gegenstimmen in der FDP.
