SZ 27.01.2026
16:01 Uhr

(+) Bürokratie: So soll der Sozialstaat schlanker und digitaler werden


Kampf den Formularen: Die Kommission zur Sozialstaatsreform will das Bürgergeld und andere Leistungen effizienter und digitaler machen. Was die Vorschläge bedeuten und wie realistisch sie sind.

(+) Bürokratie: So soll der Sozialstaat schlanker und digitaler werden
Mehr Zeit für Kinder, weniger für Bürokratie: Eltern sollen künftig ohne Antrag Kindergeld erhalten, so lautet einer der Reformvorschläge. (Foto: Vira Simon/Imago)

Wer Hilfe braucht, soll Hilfe bekommen – das ist ein Grundversprechen des deutschen Sozialstaats. In der Realität gilt allerdings oft: Wer Hilfe braucht, muss erst mal Formulare ausfüllen. Viele Formulare. Das möchte die Bundesregierung ändern. Sozialleistungen zu bekommen, soll künftig schneller und einfacher möglich sein. Die Regierung erhofft sich davon, Geld und Personal in der Verwaltung einzusparen. Außerdem soll es sich durch neue Regeln häufiger lohnen, mehr zu arbeiten. Das wäre gut für die Volkswirtschaft. Das sind die Ergebnisse der Kommission zur Sozialstaatsreform, die an diesem Dienstag vorgestellt wurden.

Wer staatliche Hilfe benötigt, soll diese künftig unkomplizierter erhalten. Bund, Länder und Gemeinden wollen dafür auch die Zahl der zuständigen Behörden stark verringern. Um alle Vorschläge umzusetzen, müssten sie allerdings das Grundgesetz ändern.

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