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07.01.2026
20:18 Uhr
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Erst brennt beinahe sein Haus ab, dann erhält Andreas Büttner einen üblen Brief. Warum der brandenburgische Antisemitismusbeauftragte dennoch nicht aufgeben will.

Durch die Lautsprecheranlage seines Wagens klingt Andreas Büttner ein wenig verzerrt. Er sei gerade auf dem Weg zur Polizei, sagt er, Mittwochmittag, kurz vor 13 Uhr. „Grundsätzlich geht es mir gut“, sagt Büttner. Man merkt ihm nicht an, dass vor vier Tagen beinahe sein Wohnhaus abgebrannt wäre. Dass er vor zwei Tagen einen Brief mit einer Morddrohung erhalten hat und seine Familie, die Ehefrau und die vier gemeinsamen Kinder, seitdem unter Polizeischutz stehen. Nachts laufen die Beamten mit Taschenlampen durch seinen Garten. Ausnahmezustand in Templin, einer kleinen Stadt in der Uckermark.
Wenn jemand weiß, wie lebensgefährlich der Hass auf Jüdinnen und Juden sein kann, dann ist es Max Privorozki. Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Halle hat den Anschlag auf seine Synagoge im Jahr 2019 überlebt.
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