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23.02.2026
15:08 Uhr
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Literatur, aber als olympische Disziplin: Die Debütautorin Son Lewandowski schreibt im aufsehenerregenden Roman „Die Routinen“ aus der Innensicht von Profiturnerinnen über Ruhm und Missbrauch im Leistungssport.

Simone Biles, US-amerikanische Turnerin und erfolgreichste aller Zeiten in ihrer Disziplin, stieg 2020 aus einem olympischen Wettbewerb aus: „I don't want to do it“, sagte sie. (Foto: Morry Gash)
Das Drama einer hundertstel Sekunde ist eben zu blass. Das Publikum liebt die großen Handlungsbögen, auch im Profisport. Häufig: steiler Aufstieg, tiefer Fall. Einer nennt sich selbst den „Gott“ seiner Disziplin und dann verlässt den Eiskunstläufer Ilia „quad god“ Malinin die Körperkontrolle, er stolpert, wird nur Achter bei den Olympischen Winterspielen. Lindsay Vonn, Skirennfahrerin, Olympia- und Weltcupsiegerin, Weltmeisterin, schwingt sich noch im Krankenbett episch auf: „We dream. We love. We jump“, erklärt sie, deshalb hat sie sich mit 41 Jahren und einem Kreuzbandriss noch einmal die Piste heruntergestürzt. Sekunden später der schwere Unfall, Ende einer Karriere.
Jim Jarmusch redet gern, sollte man meinen. Sein neuer Film „Father Mother Sister Brother“, mit dem er in Venedig den Goldenen Löwen gewann, besteht ganz aus Gesprächen von Familien untereinander. Zeit, mal zu quatschen – über Pilze, Telepathie und vegane Gangsterrapper.
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