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05.02.2026
17:03 Uhr
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Der verstorbene Sexualstraftäter versuchte 2009 die Kölner Privatbank Sal. Oppenheim zu kaufen. Dabei ging es ihm wohl nicht nur um ein lukratives Investment – er wollte sich offenbar dem Zugriff der US-Behörden entziehen.

Eingangsbereich am Bankhaus Sal. Oppenheim in Köln. (Archiv) (Foto: Martin Gerten/picture alliance/dpa)
Im Spätsommer 2009 witterte Jeffrey Epstein offenbar eine seltene Geschäftschance, und zwar ausgerechnet in Köln. Die weltweite Finanzkrise hatte die dort ansässige Privatbank Sal. Oppenheim in Schieflage gebracht, ein Geldhaus, das sich lange Zeit als feine Adresse für besonders vermögende Kundschaft inszeniert hatte und damit zur größten familiengeführten Bank Europas aufstieg. Als die Bank 220 Jahre nach der Gründung wegen riskanter Geschäfte in Schwierigkeiten geriet, sahen sich die Gesellschafter allerdings zu einem Notverkauf gezwungen.
Lässt sich aus den Millionen neuer Epstein-Dokumente etwas Neues lernen? Die qualvolle Durchsicht zeigt: Es ging den Tätern immer um die Inszenierung der eigenen Macht. Promis und Opfer sind nur Requisiten.
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