|
25.02.2026
16:18 Uhr
|
Kurz vor Weihnachten kündigte die GLS Bank die Konten des linksradikalen Vereins Rote Hilfe – offenbar in Reaktion auf die US-Terrorliste gegen die Antifa-Ost. Jetzt konnte der Verein die Kündigung rückgängig machen.

Die GLS Bank bietet dem Verein Rote Hilfe nun wieder ein Konto: Der Schriftzug an der Zentrale der GLS Bank in Bochum. (Foto: Roland Weihrauch)
Der Fall löste kurz vor Weihnachten Schlagzeilen aus: Nachdem die US-Regierung die Gruppierung Antifa-Ost auf eine Terrorliste gesetzt hatte, kündigten die Sparkasse Göttingen und die genossenschaftliche GLS Bank auch die Konten des linksradikalen Vereins Rote Hilfe in Deutschland. Es war nicht die einzige Organisation aus dem linken Spektrum, die in jüngerer Zeit ihre Bankverbindung verlor, aber in diesem Fall lag ein Zusammenhang sehr nahe: Die Kündigungen waren wohl eine direkte Folge von Donald Trumps Kampf gegen die „Antifa“. Der lange Arm des US-Präsidenten reichte einmal mehr bis nach Deutschland. Im linken Spektrum formierte sich daraufhin die Initiative „Debanking stoppen“.
Warum wurde dem antifaschistischen Verein Rote Hilfe das Konto gekündigt? Interne Unterlagen zeigen: Die Sparkasse Göttingen beklagt Mehraufwand und befürchtet vor allem, den Zugang zum internationalen Zahlungsverkehr zu verlieren.
Lesen Sie mehr zum Thema
In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.
Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien
Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: