Allzu viel Contenance war bei Nico Schlotterbeck nicht mehr übrig. Selten hat man einen BVB-Spieler gleich nach dem Abpfiff so unverblümt und vor offenen Mikrofonen so über die eigenen Mitspieler herziehen gehört, über mangelnde Qualität, Pässe „immer auf den falschen Fuß“, und darüber, dass „die eingewechselten Spieler jeden Ball verloren“ hätten. Die Ursache für Schlotterbecks Furor leuchtete auf den Anzeigetafeln im Dortmunder Stadion. 2:2 gegen den krassen Außenseiter Bodö/Glimt, ein Team aus Norwegen, Höhe Polarkreis. „Das war nicht bitter, das war einfach nur schlecht“, sagte Schlotterbeck.
