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14.12.2025
11:07 Uhr
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Polizei und Rettungskräfte sind an dem weltweit bekannten Strand in Sydney im Einsatz. Es gibt Tote und Verletzte. Ein Täter ist tot, ein Zweiter befindet sich in einem kritischen Zustand. Offenbar war ein jüdisches Chanukka-Fest das Ziel des Angriffs.

Am berühmten Strand Bondi Beach in Sydney sind Schüsse gefallen. Es gab Tote und Verletzte. Die Polizei von New South Wales schreibt bei x von zehn Toten, darunter einer der Schützen. Der andere Schütze sei in einem kritischen Zustand. Elf Menschen, darunter zwei Polizeibeamte, sollen verletzt worden sein. Rettungskräfte sind im Einsatz, um Verletzte zu versorgen.
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Auch weiterhin fordert die Polizei die Menschen auf, das Gebiet zu meiden. Der australische Sender ABC berichtet von einer Bombendrohung für das Gebiet. Man sei dabei, einen „improvisierten Sprengsatz“ zu entschärfen.
Nach ersten Erkenntnissen war eine jüdische Chanukka-Veranstaltung das Ziel des Angriffs, wie australische Medien berichteten. An diesem Sonntag beginnt das achttägige Lichterfest. „Schüsse bei einer Chanukka-Veranstaltung“, schreibt die jüdische Organisation Australian Jewish Association auf X. „Wir haben so oft davor gewarnt, dass es so kommen würde.“
Der israelische Staatspräsident Isaac Herzog hat nach den Schüssen von einem Anschlag auf die jüdische Gemeinde gesprochen. „In genau diesen Momenten sind unsere Schwestern und Brüder in Sydney, Australien, von abscheulichen Terroristen angegriffen worden – bei einem äußerst grausamen Angriff auf Juden, die sich versammelt hatten, um am Bondi Beach die erste Chanukka-Kerze zu entzünden“, sagte Herzog nach Angaben seines Büros in Jerusalem. „Unsere Herzen sind bei ihnen“, sagte Herzog. „Wir wiederholen unsere Warnungen immer wieder gegenüber der australischen Regierung, um Maßnahmen einzufordern und gegen die enorme Welle des Antisemitismus zu kämpfen, die die australische Gesellschaft heimsucht.“
Der israelische Außenminister Gideon Saar reagierte ebenfalls mit scharfer Kritik an der australischen Regierung. „Ich bin entsetzt über den mörderischen Schussangriff bei einer Chanukka-Veranstaltung in Sydney, Australien“, schrieb er in einem Post auf der Plattform X. „Dies sind die Folgen der antisemitischen Randale auf den Straßen Australiens in den vergangenen zwei Jahren, die durch die antisemitischen und aufrührerischen Aufrufe ‚Globalisiert die Intifada‘ vorangetrieben wurde, die man heute umgesetzt hat“, sagte Saar. Mit Intifada sind zwei Palästinenseraufstände gegen die israelische Besatzung gemeint, bei denen in der Vergangenheit auch zahlreiche Israelis bei Terroranschlägen getötet worden waren.Der israelische Außenminister forderte: „Die australische Regierung, die unzählige Warnsignale erhalten hat, muss endlich zur Vernunft kommen!“
In sozialen Medien werden Videos geteilt, die die mutmaßlichen Schützen zeigen. Es sind mehrere Schüsse, Polizeisirenen und Schreie zu hören. Ein anderes Video zeigt Menschen, die in Panik den Strand verlassen. Auch ein Video von der augenscheinlichen Festnahme der Täter wird geteilt. Ein weiteres Video zeigt einen Mann, der sich von hinten dem mutmaßlichen Schützen nähert und ihn zu Boden ringt. Die Echtheit der Videos kann nicht verifiziert werden.
Chanukka beginnt in diesem Jahr an diesem Sonntag und endet am 22. Dezember. Das Fest erinnert an die Wiedereinweihung des zweiten jüdischen Tempels 164 vor Christus in Jerusalem und an den Sieg des jüdischen Volkes über die Besatzer. In Erinnerung an dieses Wunder wird in Häusern und Synagogen während des Lichterfestes jeden Abend eine neue Kerze am neunarmigen Chanukka-Leuchter entzündet. Die neunte Kerze heißt „Schamasch“ (Diener) und wird zum Anzünden der anderen Lichter verwendet.
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