SZ 14.12.2025
10:24 Uhr

(+) Australien: Schüsse an Bondi Beach - Tote und Verletzte


Polizei und Rettungskräfte sind an dem weltweit bekannten Strand in Sydney im Einsatz. Es gibt Tote und Verletzte. Ein Täter ist tot, ein Zweiter wurde festgenommen. Offenbar war eine jüdische Chanukka-Veranstaltung das Ziel des Angriffs.

(+) Australien: Schüsse an Bondi Beach - Tote und Verletzte
Rettungskräfte versorgen eine Person am Bondi Beach. (Foto: Mark Baker/Mark Baker/AP/dpa)

Am berühmten Strand Bondi Beach in Sydney sind Schüsse gefallen. Das bestätigt die Polizei von New South Wales auf X und ruft die Menschen auf, das Gebiet zu meiden. Wer sich vor Ort befinde, solle sich in Sicherheit bringen.

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Die britische BBC berichtet unter Berufung auf die Polizei vor Ort von zehn Toten, darunter einer der Schützen. Der andere Schütze befindet sich im Polizeigewahrsam. Vierzehn Menschen, darunter zwei Polizeibeamte, sollen verletzt worden sein. Rettungskräfte sind im Einsatz, um Verletzte zu versorgen.

Obwohl die Täter gefasst sind, sollen die Menschen das Gebiet meiden. Der australische Sender ABC berichtet von einer Bombendrohung für das Gebiet. Man sei dabei einen „improvisierten Sprengsatz“ zu entschärfen.

Nach ersten Erkenntnissen war eine jüdische Chanukka-Veranstaltung das Ziel des Angriffs, wie australische Medien berichteten. An diesem Sonntag beginnt das achttägige Lichterfest. „Schüsse bei einer Chanukka-Veranstaltung“, schreibt die jüdische Organisation Australian Jewish Association auf X. „Wir haben so oft davor gewarnt, dass es so kommen würde.“

Der israelische Staatspräsident Isaac Herzog hat nach den Schüssen von einem Anschlag auf die jüdische Gemeinde gesprochen. „In genau diesen Momenten sind unsere Schwestern und Brüder in Sydney, Australien, von abscheulichen Terroristen angegriffen worden – bei einem äußerst grausamen Angriff auf Juden, die sich versammelt hatten, um am Bondi Beach die erste Chanukka-Kerze zu entzünden“, sagte Herzog nach Angaben seines Büros in Jerusalem. „Unsere Herzen sind bei ihnen“, sagte Herzog. „Wir wiederholen unsere Warnungen immer wieder gegenüber der australischen Regierung, um Maßnahmen einzufordern und gegen die enorme Welle des Antisemitismus zu kämpfen, die die australische Gesellschaft heimsucht.“

In sozialen Medien werden Videos geteilt, die die mutmaßlichen Schützen zeigen. Es sind mehrere Schüsse, Polizeisirenen und Schreie zu hören. Ein anderes Video zeigt Menschen, die in Panik den Strand verlassen. Auch ein Video von der augenscheinlichen Festnahme der Täter wird geteilt. Ein weiteres Video zeigt einen Mann, der sich von hinten dem mutmaßlichen Schützen nähert und ihn zu Boden ringt. Die Echtheit der Videos kann nicht verifiziert werden.

Ein onkelhaftes Video vom Premierminister, nicht gesperrte Instagram-Konten und eine Klage der Plattform Reddit: So liefen die ersten Tage des australischen Social-Media-Verbots für unter 16-Jährige.

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