SZ 29.01.2026
15:38 Uhr

(+) Außenpolitik der EU: Europa träumt von der Geschlossenheit


Die EU ist ein bisschen stolz: Sie lobt sich für ihr geeintes Auftreten gegenüber Donald Trump im Grönland-Streit. Aber hält sie das durch – wenn sie nach vier Jahren Krieg nicht einmal dem Aggressor Putin mit einer Stimme entgegentritt?

(+) Außenpolitik der EU: Europa träumt von der Geschlossenheit
Der US-Präsident habe das Bündnis mit Europa „zutiefst erschüttert“, sagt die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas. Sie sagt aber auch: „Wir wollen starke transatlantische Beziehungen.“ (Foto: Yves Herman/Reuters)

Müsste man die Lehre, die viele europäische Regierungen aus der mühsam entschärften Grönland-Krise ziehen, auf einen knappen Nenner bringen, dann wäre es dieser: Geschlossenheit und Entschlossenheit. Weil die EU-Staaten selbstbewusst zusammengestanden und Donald Trump mit einer Gegenreaktion gedroht hätten, so die Logik, habe der US-Präsident seinen Plan fallen lassen, dem europäischen Staat Dänemark die arktische Insel wegzunehmen.

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