SZ 10.02.2026
16:09 Uhr

(+) Asylpolitik: Migranten werden bald in Länder geschickt, die sie noch nie gesehen haben


Annäherung an das Ruanda-Modell: Erneut bilden Christdemokraten und Konservative im EU-Parlament eine Mehrheit mit den rechten Fraktionen. SPD und Grüne sprechen von einer „Aushöhlung der Rechte Schutzsuchender“.

(+) Asylpolitik: Migranten werden bald in Länder geschickt, die sie noch nie gesehen haben
Migranten können künftig von Europa aus in Länder geschickt werden, die sie noch nie  gesehen haben: Geflüchtete in der Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen. (Foto: Boris Roessler/dpa)

Das Europaparlament hat am Dienstag den Weg für zwei weitreichende Verschärfungen des europäischen Asylrechts freigemacht. Erstmals wird es eine EU-weite Liste von Herkunftsländern geben, die als „sicher“ eingestuft werden. Außerdem wird der Begriff der „sicheren Drittstaaten“ ausgeweitet. Mit den beiden Gesetzen erhalten die Regierungen in der EU mehr Möglichkeiten, die Dauer von Asylverfahren zu verkürzen oder in Europa ankommenden Migranten ein Asylverfahren gänzlich zu verweigern.

Im Wahlkampf hat die Bundesregierung einen Knallhartkurs in der Migration angekündigt. 2025 sanken die Asylzahlen nun tatsächlich. Eine Folge der neuen Regierungspolitik? Ein Realitätscheck.

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