Mehr als vier Jahre hat Johann G. im Untergrund verbracht, bevor ihn Zielfahnder vergangenes Jahr in einem Regionalexpress bei Weimar verhafteten. Am Dienstag steht der mutmaßliche Kopf der linksextremen Hammerbande gemeinsam mit sechs Mitangeklagten vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichtes Dresden – und wird von Anhängern der Szene wie ein Held beklatscht. Der 32-Jährige lacht und winkt, als er in den Verhandlungssaal geführt wird, schaut in aller Ruhe in die Kameras und scheint den öffentlichen Rummel um seine Person mit großer Selbstgewissheit zu genießen.
