Es muss etwa 100 Jahre vor Christi Geburt gewesen sein, als jemand in einer kleinen keltischen Siedlung südlich von dem großen Fluss, der heute Donau heißt, ein Loch in die Erde schaufelte und ein paar Säcke voller Gold vergrub. Warum der oder die Unbekannte das tat, weiß niemand mehr. Es kann durchaus sein, dass sich die Kelten in dieser Gegend wegen der geopolitischen Spannungen sorgten: Im Süden waren die Römer, von Osten zogen Kimbern und Teutonen heran, es ging nicht gerade friedlich zu. Wie auch immer, die antike Geldanlage war rückblickend beständig: Der als Goldschatz von Manching berühmt gewordene Hort hatte jedenfalls im Jahr 2022 noch einen so hohen Materialwert, dass eine Diebesbande ihn aus einem Museum raubte, vermutlich um das Edelmetall einzuschmelzen.
