SZ 09.02.2026
04:36 Uhr

(+) American Football: Seattle Seahawks gewinnen den Super Bowl


In einem über weite Strecken von den Defensivreihen dominierten Spiel schlagen sie die New England Patriots am Ende deutlich mit 29:13. Running Back Kenneth Walker III wird als wertvollster Spieler ausgezeichnet.

(+) American Football: Seattle Seahawks gewinnen den Super Bowl

Die Seattle Seahawks haben zum zweiten Mal in ihrer Geschichte den Super Bowl gewonnen und die New England Patriots deutlich bezwungen. Das favorisierte Team um Quarterback Sam Darnold setzte sich auch dank seiner starken Defensive in einem einseitigen Finale der National Football League mit 29:13 durch. Die Patriots – gemeinsam mit den Pittsburgh Steelers Super-Bowl-Rekordchampion – verpassten den angestrebten siebten Titel dagegen deutlich. Es wäre der erste Triumph seit dem Abschied von Superstar Tom Brady gewesen.

Die Fans aus Seattle feierten in Santa Clara die lang ersehnte Wiedergutmachung für die dramatische Niederlage vor elf Jahren, als die Seahawks 24:28 gegen die Patriots verloren hatten. Damals hatte sich Seattle in bester Position kurz vor Schluss einen entscheidenden Ballverlust erlaubt und den möglichen Sieg aus der Hand gegeben. Mit fünf verwandelten Field Goals wurde Kicker Jason Myers nun zum Schlüsselfaktor für Seattle und stellte einen Rekord für den Super Bowl auf.

Nach der stimmungsvollen Halbzeitshow von Bad Bunny sorgten die zahlreichen Anhänger aus Seattle für Party-Stimmung im Levi’s Stadium etwa eine Stunde südlich von San Francisco. Auf der Tribüne verfolgten zahlreiche Superstars wie Leonardo DiCaprio, Roger Federer und Jay-Z die Partie.

Die Seahawks gingen direkt mit der ersten Angriffsserie in Führung, mussten sich dabei aber mit einem Field Goal von Myers zufriedengeben. Für die Patriots gab es im ersten Anlauf keine Punkte – das sollte in der von starken Abwehrreihen geprägten Begegnung den Ton setzen. Das zweite Field Goal zur 6:0-Führung im zweiten Viertel war für Seattle daher eher ein Gewinn als eine vertane Chance, elf Sekunden vor der Pause erhöhten die Seahawks auf 9:0. Dies war kein gutes Omen für die Patriots: Noch nie hatte ein Team ohne eigene Punkte in der ersten Halbzeit den Super Bowl gewonnen – und es sollte dabei bleiben.

Nach der Pause zwang die Seahawks-Abwehr die Patriots schnell wieder vom Feld. Die Offensive aus Seattle arbeitete sich dank Runningback Kenneth Walker III über das Feld und ging durch das vierte Field Goal von Myers 12:0 in Führung. „Man merkt, dass die Luft raus ist bei den Patriots“, analysierte Sebastian Vollmer, zweifacher Super-Bowl-Champion mit New England, als RTL-Experte.

Die restliche Hoffnung platzte dann mit dem ersten Ballverlust kurz vor Ende des dritten Viertels. Direkt im Anschluss machten die Seahawks früh im Schlussabschnitt den ersten Touchdown zur 19:0-Führung. Ein Flitzer sorgte für etwas Unruhe und musste von Ordnern zu Boden gebracht werden.

Der erste Touchdown für die Patriots zwölfeinhalb Minuten vor Schluss gab der Partie etwas Leben zurück, doch auch das 7:19 brachte nicht mehr die Wende. Stattdessen erlaubte sich New Englands Quarterback Drake Maye einen kapitalen Fehler, als er den Ball zu Seattle-Verteidiger Julian Love warf. Myers traf auch noch sein fünftes Field Goal – Rekord in einem NFL-Endspiel. Die Seahawks-Abwehr belohnte sich schließlich noch selbst mit einem Touchdown, als Uchenna Nwosu einen abgefangenen Ball direkt in die Endzone trug. Der zweite Touchdown der Patriots zwei Minuten vor Schluss sorgte kaum noch für Jubel im Stadion.

Zum wertvollsten Spieler (MVP) der Partie wurde Seahawks-Running-Back Kenneth Walker III gekürt. Der 25-jährige Ballträger sorgte mit seinen Läufen lange für die wenigen Höhepunkte der Partie. Er erarbeitete seinem Team die Vorteile, auf die Fans der Patriots vergeblich hofften. Bis zu 30 Yards holte er so auf einmal raus, immer wieder umkurvte er Gegenspieler und transportierte den Ball zusätzliche wenige Meter nach vorn – das machte in der Begegnung den Unterschied aus. Insgesamt lief Walker für 135 Yards.

Bad Bunny triumphiert beim Super Bowl mit einer Halbzeitshow, deren Kraft in den subtilen politischen Botschaften steckt. Trump, der das Event eigentlich boykottieren wollte, scheint dann doch heimlich zuzuschauen.

Lesen Sie mehr zum Thema

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: