SZ 26.11.2025
14:50 Uhr

(+) Afrika: Das grausame Geschäft mit Entführungen in Nigeria


Immer häufiger kommt es in Afrikas bevölkerungsreichstem Staat zu Massenverschleppungen – so wie jüngst an einer katholischen Schule. Warum Banditen es besonders auf Kinder abgesehen haben.

(+) Afrika: Das grausame Geschäft mit Entführungen in Nigeria
In der St.-Mary’s-Schule in Papiri sind nach dem Kidnapping Habseligkeiten der Schülerinnen und Schüler verstreut. (Foto: Foto: Christian Association of Nigeria/AP/dpa)

Knapp eine Woche nach der Entführung von 277 Menschen im Westen Nigerias zeichnen erste Augenzeugenberichte ein Bild der Ereignisse, die sich in der Nacht auf Freitag an der St. Mary’s School im Dorf Papiri abspielten. Die Frau eines Lehrers, deren Familie auf dem Schulcampus lebt, erzählte der Nachrichtenagentur Reuters, wie sie vom Lärm geweckt wurden, den die bewaffneten Eindringlinge verursachten. Die Angreifer hätten ihren Mann gefesselt und gedroht, ihre Tochter zu erschießen, wenn sie nicht aufhöre zu weinen. Dann nahmen sie den Lehrer mit. Er ist einer von zwölf Erwachsenen, die verschleppt wurden.

Es war Nacht, als Terroristen von Boko Haram ein Dorf überfielen und 276 Schülerinnen verschleppten. Zehn Jahre ist das jetzt her. Aber die Tat beschäftigt Nigeria bis heute. Begegnungen mit einer Entführten und einem ihrer Entführer.

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