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04.03.2026
16:33 Uhr
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Der Mitarbeiter eines AfD-Abgeordneten wird aus Steuermitteln bezahlt, soll aber für die Partei gearbeitet haben. Das soll in Niedersachsen System gehabt haben, wäre jedoch illegal. Die AfD bestreitet die Vorwürfe.

Am 9. Oktober bekommt der AfD-Bundestagsabgeordnete Micha Fehre eine Whatsapp-Nachricht. Die Schilder fürs neue AfD-Büro seien angebracht, schreibt ihm ein Mann namens Michael Oelrich, 47. „Sieht klasse aus!“, antwortet ihm Fehre. Zwei Tage später schmeißt die AfD eine Party, um ihr neues Büro in Nienburg einzuweihen, einer Kleinstadt zwischen Hannover und Bremen. Auch der Bundestagsabgeordnete Fehre ist gekommen, ebenso wie Michael Oelrich. Es ist eines der wenigen Male, bei denen sich die beiden bewusst persönlich begegnen. Die Nachrichten über die Schilder sind die ersten, die die beiden ausgetauscht haben.
Die AfD inszeniert sich gern als Kämpferin gegen die Korruption. Dass sich die selbsternannten Saubermänner gegenseitig haufenweise Anstellungen auf Kosten der Steuerzahler zuschanzen, was soll’s. Ihre Wähler interessiert es jedenfalls nicht.
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